Beste Stimmung herrschte bei unserem Besuch in Dolní Žandov am 31. Januar 2025.
Gerne folgten wir der Einladung nach Sandau, wo wir im Kultursaal mit Herzlichkeit empfangen
wurden.
Mit einem liebevoll angerichteten Buffet
und der großen Auswahl vorzüglicher
Getränke, nebst dem bekannten
böhmischen Bier, wurde bestens für
unser leibliches Wohl gesorgt. Es hat
uns allen fantastisch geschmeckt.
Die Gesangsvorführungen der
Sandauer Schulgruppe war
herrlich.
Anschließend wurde bei
böhmischer Musik getanzt und
viel gelacht.
Anfängliche Sprachbarrieren
wurden schnell überwunden
und Verständigungsprobleme
gab es kaum.
Wir fühlten uns wie bei Freunden.
Ein kurzweiliges Treffen, das wie alsbald wiederholen
sollten:
gemeinsames Sandau - ja, das war zu spüren.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen des gemeinsamen Žandov-Projekts (BYCZ-SPF-00143) durchgeführt. Das Projekt wird
durch das grenzüberschreitende Kooperationsprogramm INTERREG Bayern – Tschechische Republik 2021 – 2027 über
den Kleinprojektfonds Euregia Egrensis kofinanziert.
Gemeinsames Sandau - Společný Žandov
Willkommen im kleinen Museum
Mitte Juni 2025 erhielt unsere "Sandauer Heimatstube" in Arzberg Besuch
aus dem heutigen Dolni Zandov: Jindrich Kulhavy mit Ehefrau.
Die Familie erforscht gemeinsam mit Direktor Ing. Jan Novotny aus
Obersandau 69 die Geschichte der ehemaligen Stadt Sandau dem
heutigen Dolni Zandov.
Jindrich Kulhavy geht es vor allem um die Bewohner der verschiedenen
Sandauer Häuser und Bauernhöfe, die für die Nachwelt in einem
Nachschlagewerk festgehalten werden sollen.
Jan Novotny, mit seinem fast unerschöpflichen Wissen über die alten
Hausnamen und Geschichten der Vertriebenen der alten Sandauer
Bevölkerung, war für uns immer ein äußerst wertvoller Ratgeber und
Helfer.
Der Besuch aus Dolni Zandov wurde in Arzberg vom Vorsitzenden der
Heimatgruppe Winfried Geppert und den Vorständen Günther Mayer und
Horst Heil empfangen und durch die Heimatstube geführt.
Das Ehepaar Kulhavy zeigte größtes Interesse und versprach zum Schluß;
“Wir werden den Kontakt nicht abreißen lassen! Es ist unsere gemeinsame
Stadt! “
G.M.
Jindrich Kulhavy aus Dolni Zandov hat unserer
Heimatstube ein sehr schönes
Gästebuch übergeben.
Herzlichen Dank!
Das Buch "Unter Sandau gestern und heute 2025" von Jindrich Kulhavy ist fertig. Es ist super geworden!
Dieses Buch ist eine Dokumentation gegen das Vergessen.
Auf über 520 Seiten wird ausführlich und genau beschrieben, was Sandau früher war und zeigt auch die tatsächliche Situation nach dem Krieg.
Dieses Buch enthält Fotos vom Zustand der Gemeinde vor dem Jahre 1946 und von 1989 bis heute.
Ein großartiges Geschenk aus der alten Heimat für die
Sandauer Heimatstube
Die Vorstandschaft der Sandauer
Heimatgruppe bedankte sich bei der
Übergabe des Buches in Dolni Zandov
recht herzlich bei Herrn Jindrich
Kulhavy und seiner Frau.
In mühevoller Arbeit und fleißiger Recherche entstand das Buch „Unter
Sandau gestern und heute“ - eine hervorragende Dokumentation gegen das Vergessen der Vertreibung aus der
Heimat der Sandauer Bevölkerung.
Das Buch zeigt auf über 520 Seiten bewegende Bilder der Häuser, Höfe und Mühlen der Stadt Sandau vor 1945.
Es berichtet aber auch über das fast völlig zerstörte Sandau nach der Vertreibung in den 1950er Jahren
und das heutige Dolni Zandov, wie Sandau heute heißt.
Am Beispiel des "Hanslhofes in Sandau 17" wird z.B. aufgeführt, wie die einstigen Gebäude aussahen, die Fläche nach dem
Abriss der meisten Sandauer Häuser und Höfe, und wie sich die heutige Gemeindeverwaltung unter der engagierten
Bürgermeisterin Eliska Stranska bemüht, wieder ein wirklich schönes Ortsbild unserer ehemaligen Heimatstadt erstehen
zu lassen.
So legte die Gemeinde Dolni Zandov auf der ehemaligen Abrissstelle des Hanslhofes einen Kräuter-Lehrgarten mit der
Bezeichnung der Kräuter mit einen Erholungs-Spielplatz an.
Im alten Sandau waren dort einst sehr viele Weber zuhause, ein Ortsteil, der leider völlig zerstört wurde, nannte sich
sogar "Weberwinkel". Im "Kräuter-Lehrgarten Beim Bäcker" wird auf diese Kräuter hingewiesen, die die ehemaligen
Weber damals zur Arbeit benötigten. Sehr schön von der Gemeinde Dolni Zandov, dass dies erwähnt wird.
Dies und vieles andere ist im übergebenen Sandauer-Heimatbuch enthalten.
Nicht vergessen werden auch die Sandauer Dosen. Durch die der Ort damals seine Berühmtheit erlangte .
Hergestellt mittels der um 1800 erfundenen kunsthandwerklichen Technik, bei der 60 bis 70 fein geschnittene
Papierstreifen mit einem speziellen Kleister zu Pappmache geweicht und als nasse Masse in Holzmodeln gepresst, im
Ofen getrocknet, anschließend geschliffen und poliert und mehrfach lackiert und auf einem Drahtgitter ebenso mehrfach
gebacken werden. Diese besondere Technik lässt die kleinen Dosen aussehen, als wären sie aus edlem Holz geschnitzt.
Detailliert recherchiert, wird von Jindrich und Hanna Kulhavy jedes einzelne Gebäude genau beschrieben,
wer die Besitzer waren und welchen Berufen nachgegangen wurde.
Ahnenpässe wurden beigefügt, die aufzeigen, dass die ehemaligen Sandauer seit Jahrhunderten in Sandau und
Umgebung lebten. Urkunden und Hochzeitsbilder sind in diesem lebendigen Buch ebenso enthalten, wie die
Aufzeichnung, dass die ehemalige Sandauer Bevölkerung bei der Vertreibung "in alle Welt" zerstreut wurde.
Umso erfreulicher ist es, dass heuer im September 2026 beim "Sandauer Fest" in Arzberg das 65jährige Bestehen der
Patenschaft Arzberg -Sandau begangen werden kann.
Bei der Gründung der Patenschaft 1961 reichte der Saal des Kath. Vereinshauses in Arzberg wegen der vielen Besucher
nicht aus, so dass das "Sandauer Fest"damals in die benachbarte Turnhalle verlegt werden mußte.
Das Buch "Unter Sandau - gestern und heute" wird beim diesjährigen Treffen sicher eine zentrale Rolle spielen.
Dem Ehepaar Kulhavy aus Sandau sind wir und die "Sandauer Heimatstube"in Arzberg zu großem Dank verpflichtet.
GM
Pressebericht der Vorstandssitzung am 22.05.2026
Im
Mittelpunkt
der
Vorstandssitzung
der
Heimatgruppe
Sandau
und
Umgebung
stand
die
Planung
des
diesjährigen
Heimattreffens
vom
03.
bis
05.
Oktober
2026..
Zunächst
aber
berichtete
der
Vorsitzende
Winfried
Geppert
über
den
recht
guten
Besuch
der
Heimatstube,
auch
für
die
Homepage
und
das
neue
Buch
„Untersandau
–
gestern
und
heute“
interessieren
sich
viele.
Unerfreulich
sei,
dass
in
Tschechien
zur
Zeit
solch
eine
Stimmung
gegen
das
Pfingsttreffen
der
Sudetendeutschen
in
Brünn
gemacht
werde.
Wir
erlebten
bei
unserem
letzten
Sandauer
Treffen
2024
in
Dolni
Zandov
genau das Gegenteil.
Bürgermeisterin
Eliska
Stranska
hatte
alle
Sandauer
aber
auch
Bürgerinnen
und
Bürger
aus
der
Patenstadt
Arzberg
unter
der Überschrift „Gemeinsames Sandau“ nach Dolni Zandov eingeladen.
Bei
ihrer
Begrüßung
im
neuen
Kultursaal
in
Dolni
Zandov
konnte
sie
über
100
Leute
willkommen
heißen.
Sie
zeigte
sich
sehr
erfreut
darüber,
dass
die
Bezeichnung
„Gemeinsames
Sandau“
alle
verbindet.
Viele
ehemalige
Sandauer
hatten
Tränen
in
der
Augen
und
sagten
„dass
wir
das
noch
erleben
durften“.
Geppert
sagte
bei
der
Sitzung:“Wir
wollen
nach
vorne schauen und an diesen positiven Geist von vor zwei Jahren anknüpfen!“
Das
diesjährige
Heimattreffen
am
3.
bis
5.
Oktober
soll
in
bewährter
Form
stattfinden.
Am
Samstag
empfängt
der
Bürgermeister
in
der
Heimatstube
die
Gäste
und
abends
findet
beim
Kirchenwirt
der
Heimatabend
statt.
Im
Mittelpunkt
steht
dabei
das
Jubiläum
der
Patenschaft
Arzberg
mit
Sandau.
Sie
wurde
vor
65
Jahren
am
30.September
1961
begründet.
Am
Sonntag
wird
nach
dem
Gottesdienst
in
Seußen
beim
Kirchenwirt
Mittag
gegessen,
am
Nachmittag
erfolgt
ein
Besuch
des
Resl-Museum
in
Konnersreuth,
den
Abend
lassen
wir
gemütlich
beim
Schimmel
ausklingen.
Am
Montag
fahren
wir
nach
Dolni
Zandov.
Um
10.00
Uhr
ist
Gottesdienst
in
der
St.
Michaelis
Kirche,
dann
erfolgt
ein
Totengedenken
auf
dem
Friedhof.
Mit
einem
gemeinsamen
Mittagessen
im
Kultursaal
und
einem
gemütlichen
Zusammensein
aller
Sandauer,
der
ehemaligen und jetzigen, aber auch die Arzberger klingt dann das diesjähriger Heimattreffen aus.
Überraschend
kam
auch
der
neue
Bürgermeister
Michael
Fuchs
zur
Vorstandssitzung.
Er
verdeutlichte,
dass
die
Stadt
Arzberg
voll
hinter
der
Patenschaft
mit
Sandau
stehe.
Wörtlich
sagte
er:“Die
Patenschaft
ist
eine
Verpflichtung
für
Arzberg
und die Sandauer Heimatstube ein Schmuckstück. Ich danke allen, die sich dafür einsetzen!“
Vorsitzender
Winfried
Geppert
erinnerte
zum
Schluß
an
die
Worte
des
Sandauer
Heimatpfarrers
Dr.
Anton
Fritsch,
die
er
bei
der
Einweihung
der
Heimatstube
1965
sagte:“Dieser
Raum
ist
eine
Stätte
des
Gedenkens
und
ein
Mahnmal
für
die
Zukunft!“