Ende September feiern wir wieder das
St. Michaeli Fest, dem Namenspatron
unserer Heimatkirche in Sandau.
Auch in diesem Jahr werden an diesem Tag
wieder viele von uns in ihren Gedanken
zuhause in der alten Heimat Sandau und
Umgebung sein.
Wir freuen uns jetzt schon auf ein
gemeinsames Wiedersehen im kommenden
Jahr 2026 im Rahmen unseres 2jährigen
Sandauer Treffens zu Michaeli in unserer
Patenstadt Arzberg und als Höhepunkt
unsere gemeinsamer Gottesdienst
in unserer Heimatpfarrkirche in Sandau, dem
heutigen Dolni Zandov.
Ein besonderes Interesse wird dann
bestimmt auf dem nagelneuen Heimatbuch
von Jindrich Kulhavy liegen
" UNTER SANDAU gesten und heute "
indem er ca 350 Häuser, Höfe und Mühlen
vor der Zeit vor 1945 vorstellt und
beschreibt.
Ein sehr gut besuchter Gottesdienst mit
Teilnehmern aus ganz Deutschland - von
Regensburg, Limburg , Frankfurt, Oberbayern usw
- am Sonntag Nachmittag den 7.Sept. 25 in der
Sandauer Wallfahrtskirche Maria Kneipelbach
wurde zelebriert von Pfarrer i. R. Anton Witt aus
der Klosterstadt Waldsassen in der Oberpfalz.
Organisiert wurde
dieses großartige
Egerländer Treffen von
Marketa Kulisanova aus
Sandau, dem heutigen
Dolni Zandov.
Die Sandauer und die Egerländer aus den
umliegenden Orten gedachten Maria mit ihren
Schutzengeln, die jeder von uns in Gefahren-
situatonen schon erleben durfte, da spürt man,
das man nicht Alleine ist, wenn einen unverhofft
geholfen wird, so wie es Pfarrer Witt predigte.
Ungefähr 8 km von Sandau entfernt kommt man
durch die Orte Amonsgrün und Markusgrün, die
zum Sandauer Kirchsprengel gehörten, zum
Waldrand des Kaiserwaldes. Von dort sind es
dann noch ca 1600 m Fußweg (Teilstück ist auch
befahrbar) zur herrlich im Wald gelegenen
Wallfahrtskirche Maria Kneipelbach.
Für die Sandauer Bevölkerung gehörte es einfach
dazu, diese Kapelle mindestens einmal im
Kalenderjahr zu besuchen.
In den Geschichten und Erzählungen nach der
Vertreibung aus dem Egerland kam diese Kapelle
immer wieder vor.
Seit vielen Jahren wird hier von den Einwohnern
der ehemals deutschen Gemeinden im Egerland
rund um Sandau das Schutzengelfest gefeiert.
Die Besucher kommen mit Bussen und Autos teils
von sehr weit entfernten Orten aus
Deutschland, um an diesen Gottesdienst
teilzunehen und die alte egerländer Heimat
wieder zu besuchen.
Organisiert wird dieses jährliche Treffen von
Marketa Kulisanova aus Sandau, deren Mutter
sich schon seit der Vertreibung um diese Kapelle
kümmerte.
G. M.
Eines der ältesten auch
jetzt noch erhaltenen
Häuser aus dem alten
Sandau liegt zwischen
der "Pummelbpoint"
und der "Wolfslohe" fast
am Ortsausgang von
Sandau
in Richtung
Konradsgrün.
Sandau Hausnr. 131
stammt aus dem Jahre
1755 und gehörte
früher dem "Maurer
Michl" (Michael Böhm),
der dort eine kleine Landwirtschaft betrieb.
In den letzten Jahren wurde es von der Familie
Kulhavy auf deren großen Grundstück als
Wochenend- oder Gartenhaus benutzt und so vor
dem Verfall geschützt.
Die Räume sind niedrig und klein, so wie es in der
damaligen Zeit eben üblich war und unterhalb
vom Keller ist ein Brunnen, der wahrscheinlich
mit dem nahen Tillenbach zu tun hat.
In der Küche steht eine selbstgezimmerte
Kredenz (Schrank, Kommode) und es sind noch
viele alte Küchengeräte und anderes Mobiliar
vorhanden.
Als Besucher fühlt man sich in eine längst
vergangene Zeit zurückversetzt, eben in das alte
Sandau.
Das Foto zeigt Jindrich Kulhavy, der uns durch das
Haus und das Grundstück führte.
G.M.
Schutzengel Gottesdienst in Maria Kneipelbach